Afrikanische Küche

Spiegel der Landschaft und Kulturen

Bildquelle: Margrit Stalder/Pixelio

So vielfältig wie der afrikanische Kontinent ist auch die afrikanische Küche. Die Vegetationszonen Afrikas haben von den Wüstengebieten in Nordafrika über Steppen und Savannen bis hin zu tropischen Regenwäldern und Landschaften des gemäßigten Klimas in Südafrika fast alles zu bieten. Diese Vielseitigkeit spiegelt sich natürlich in den jeweiligen Kulturen und damit auch in den afrikanischen Gerichten wider.

Im nördlichen Afrika überwiegen die arabischen und mediterranen Einflüsse. Eines der beliebtesten Gerichte ist Couscous, zu dem verschiedene Saucen, Gemüse, Lamm und Geflügel serviert werden. Als Getränk wird dazu traditionell ein erfrischender grüner Tee mit Minze gereicht. Auch Desserts und süße Backwaren sind sehr beliebt.

In Westafrika und den meisten Gebieten Ostafrikas isst man gerne Reis, Kochbananen, viele Wurzel- und Knollenarten wie Maniok oder Yams als Grundnahrungsmittel. Dazu werden oft Eintöpfe oder Saucen mit Fleisch oder Gemüse gereicht. In den Küstengebieten werden viel Fisch und Meeresfrüchte konsumiert. Eine besondere Spezialität ist Krokodilfleisch, das z.B. in Nigeria gegessen wird. Bei den meisten Gerichten wird Palm-, Erdnuss- und Kokosnussöl verwendet.

Eine Besonderheit in Ostafrika ist die äthiopische und eritreische Küche. Die Grundlage von jedem Gericht bildet Injera, ein spezielles Sauerteig-Fladenbrot, das aus Teff hergestellt wird, einem Getreide, das nur in Äthiopien wächst. Zu dem Fladen werden verschiedene fleischhaltige oder vegetarische Saucen (Wots) serviert. Äthiopisches Nationalgetränk ist der Kaffee, der ursprünglich auch von hier stammt und in einer traditionellen Zeremonie geröstet und zubereitet wird.

Die südafrikanische Küche ist von holländischen, englischen, indischen und malaischen Einflüssen geprägt. Die Einflüsse der schwarzafrikanischen Kochkultur sind im Gegensatz dazu eher gering. Fleisch ist eine der Hauptzutaten der Kap-Küche. Am beliebtesten sind hier Lamm- und Rindfleisch. Sehr populär ist Wildbret, insbesondere Springbock-Fleisch. Ein tradtionelles Gericht aus dem 17. Jht. ist Bobotie, ein Hackfleischgericht, das von den Zuwanderern aus Malaysia stammt. Als Beilage gibt es oft einen Maismehl-Brei (Putu oder Milie Pap), der mit einer scharf gewürzten Tomatensauce (Sous) serviert wird. Weltweit bekannt ist auch Chakalaka, ist eine afrikanische Würzsauce.

In Köln ist mit verschiedenen Restaurants ein großer Teil der Palette vertreten – leider konnten hier bisher noch nicht alle aufgeführt werden.
Bobotie Köln z.B. bietet eine große Auswahl an südafrikanischen Speisen. Bei The Root bekommt man auch ausgefallene westafrikanische Gerichte und Marrakesch Food steht für gute nordafrikanische/marokkanische Speisen, die auch schon zu kleinen Preisen zu bekommen sind. Am zahlreichsten aber sind die äthiopischen Restaurants in Köln, z.B. Fasika oder Injera. Neben dem Angebot landestypischer Fladenbrotgerichte werden hier manchmal auch traditionelle Kaffeezeremonien durchgeführt.


Sonja Merch