Afrikanische Läden

Alles unter einem Dach

In den bunten Veedeln von Köln gibt es mittlerweile viele kleine Läden – oft Afroshops genannt -, die Einblick in afrikanische Lebensweisen geben. Sie erinnern an unsere Tante-Emma- Läden von früher: Das Sortiment ist bunt gemischt und vielfältig, die Atmosphäre herzlich und die LadenbesitzerInnen sind offen für Austausch und Gespräche. Oft haben Gäste hier auch die Möglichkeit, Kaffee oder Tee zu trinken.

Kochbananen, Palmöl, Ingwerbier…
So vielfältig wie die afrikanische Kultur sind auch die angebotenen Artikel. Die meisten Geschäfte bieten vor allem afrikanische und asiatische Lebensmittel an, die als Bestandteil der traditionellen afrikanischen Küche verwendet werden. Hierzu zählen z.B. vor allem stärkehaltige Gemüse wie Kochbananen, Yams, oder Maniok, die in vielen Ländern als Grundnahrungsmittel dienen. Weitere typische Zutaten sind Palm- und Kokosöl, Erdnussbutter Okraschoten, Tamarindenpaste oder frische Habanero Chilies. Natürlich gibt es auch viele tropische Früchte im Angebot wie Papaya, Mango oder Guaven. Vielfältig sind ebenfalls die Getränke wie z.B. Ingwerbier oder Limonade mit Hibiskusgeschmack.
In nordafrikanischen Läden werden dagegen vor allem mediterrane Gemüse und Früchte, marokkanischer Tee aber auch landestypische Backwaren angeboten

Friseursalon inklusive
Neben Lebensmitteln werden in den Afroshops in der Regel auch Kosmetikartikel verkauft. Die Haut- und Haarpflegeprodukte sind speziell auf afrikanische Bedürfnisse zugeschnitten. Oft sind die Geschäftsinhaber/innen im afrikanischen Friseurhandwerk ausgebildet und haben in ihren Shops kleine Friseursalons integriert. Hier bieten sie z.B. Echthaarverlängerung und -verdichtung, Dreadlocks oder Flechtfrisuren an.
Einige Läden verkaufen zusätzlich landestypisches Kunsthandwerk, Wohnaccessoires oder Geschenkartikel. Als besonderen Service bieten manche Shops auch Geldtransfer in afrikanische Länder an.

Innenstadt, Ehrenfeld und Kalk als Favoriten
Die meisten Geschäfte konzentrieren sich auf die Innenstadt und die südliche Neustadt. Darüber hinaus sind vor allem in den multikulturell geprägten Stadtvierteln Ehrenfeld und Kalk in den letzten Jahren viele afrikanische Geschäfte hinzugekommen. In Kalk hat sich inzwischen sogar ein kleines marokkanische Viertel entwickelt mit vielen kleinen Gemüseläden, Imbissen und einer Bäckerei.
Ohne Zweifel sind die afrikanischen Läden eine kulturelle und wirtschaftliche Bereicherung für die Kölner Stadtteile und tragen wesentlich zu ihrer Lebendigkeit bei.

Sonja Niggemeier / Sonja Merch