Gastronomie & Handel

Was brauche ich? Wie und woher bekomme ich es? Ob in Deutschland, Botswana oder Marocco - diese Fragen stellen sich die meisten Menschen, wenn sie darüber nachdenken, sich selbst mit dem Nötigsten (oder dem Möglichsten) zu versorgen. Die Grundlagen und Systeme der Versorgung unterscheiden sich jedoch von Land zu Land.

Während in Deutschland ein freier Wettbewerb verschiedener Anbieter und Unternehmen den Markt bestimmen soll, setzen andere Länder andere Prioritäten. In vielen afrikanischen Staaten hat die Kolonialzeit ein schweres Erbe mit einer überwiegend auf Monokulturen ausgerichteten Landwirtschaft hinterlassen und einer Industrie, die mehr Rohstoffe exportiert als importiert. Bis heute stehen die Menschen vor der marktwirtschaftlichen Herausforderung, hier einen Ausgleich zu schaffen und Strategien für eine nachhaltige Entwicklung zu finden, deren Erträge allen zugute kommen.

Auf dem Land leben viele Menschen in Afrika in Subsistenzkulturen, d.h. sie versorgen sich mit dem, was sie zum Leben brauchen, selbst. Gerade vor dem Hintergrund steigender Energie- und Versorgungskosten setzten sich auch in den westlichen Ländern wieder mehr Menschen mit den Möglichkeiten dieser alternativen Wirtschaftsform auseinander.

In den 1980er Jahren fragte sich eine Ghanain in Köln, woher sie wohl dunkle Nylonstrümpfe bekäme, die, anders als die überall erhältlichen sandfarbenen, zu ihrer Hautfarbe passten. Schließlich beschloss sie, sie selbst zu verkaufen und eröffnete den ersten Afro-Shop in Köln. Mittlerweile gibt es viele Shops dieser Art. Aber auch Restaurants, Kneipen und Unternehmer bringen afrikanische Kulturen am Rhein zusammen.


Eva Helm