Schulpartnerschaften

In der heutigen Zeit der Globalisierung spielen Schulpartnerschaften eine zunehmend wichtige Rolle für eine nachhaltige Bildung. Schüler/innen und Lehrer/innen erhalten über sie die Möglichkeit, Erfahrungen in der internationalen Zusammenarbeit zu sammeln und wertvolles Wissen über fremde Kulturen und die Lebenssituation in den jeweiligen Partnerländern zu erwerben.

Ein Beitrag zur Völkerverständigung
Darüber hinaus können die Kooperationen globale Zusammenhänge vermitteln und dazu anregen, sich mit eigenen Verhaltens- und Konsummustern auseinanderzusetzen. Dies wiederum kann langfristig zu einem gegenseitigem verantwortungs- und respektvolleren Umgang und somit zu einer besseren Völkerverständigung führen. Speziell die Nord-Südpartnerschaften vermögen soziale Werte stärken und Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.

Fußballweltmeisterschaften als Anlass
In Köln unterhalten eine ganze Reihe von Schulen Partnerschaften zu Schulen in afrikanischen Ländern. Hierzu zählen gleichermaßen Gesamtschulen, Gymnasien, Grundschulen und Berufsschulen. Viele von ihnen führen regelmäßig Austauschprogramme mit gegenseitigem Besuch der Schüler durch. Willkommener Anlass zu solchen Programmen waren hier z.B. die Fußballweltmeisterschaften in Deutschland und Südafrika.

Vielfältige Unterstützung
Die Kölner Schulen unterstützen ihre oft finanziell benachteiligten afrikanischen Partnerschulen auf vielfältige und zum Teil sehr kreative Weise. Beträchtliche Spendensummen werden u. a. durch Sponsorenläufe, gesponserte Sternwanderungen der Schüler/innen oder auch in Kooperation mit gemeinnützigen Hilfsorganisationen gesammelt. Die Gelder werden meist in den Bau neuer Schulgebäude, verschiedene infrastrukturelle Maßnahmen und Unterrichtsmaterialien investiert.

Innovative Projekte
Eine besonders zukunftsträchtige Initiative entstand am Lessing Gymnasium mit der Inbetriebnahme einer Fotovoltaikanlage auf dem Schuldach. Mit den staatlichen Geldern, die das Gymnasium für die erzeugte Energie erhält, wird eine Partnerschule in Mali gefördert, bei der nun ebenfalls eine Solaranlage installiert wird. In ähnlicher Weise unterstützte die Werner von Siemens Berufsschule ihre Partnerschule in Ruanda mit dem Bau eines „Solarkiosks“, der als Vorläufer für entsprechende Nachbauten zur dörflichen Stromversorgung im afrikanischen Partnerland gelten soll.


Sonja Merch