Hochschulpartnerschaften

Die Vernetzung von Hochschulen ist im wissenschaftlichen Betrieb von großer Bedeutung. Einerseits kann so auf Forschungsebene unnötiger Aufwand von doppelt getaner Arbeit vermieden werden. Andererseits rechnen immer mehr Studenten damit, ihr Berufsleben in verschiedenen Ländern zu verbringen. Darauf können sie sich viel besser einstellen, wenn sie schon im Studium lernen, in andere Kontexte einzutauchen und verschiedene Perspektiven einzunehmen.

Unabdingbar ist der Austausch mit dem afrikanischen Kontinent in Fachbereichen, die sich auch thematisch mit dieser Region beschäftigen. Zu lange wurde Afrikaforschung über die Köpfe von Afrikanern hinweg betrieben. Gute Kooperation ist dagegen für beide Seiten von Nutzen. Diese findet auf verschiedenste Weisen statt, mal mehr, mal weniger formalisiert. Die offiziellen Hochschul- und Fakultätspartnerschaften stellen daher immer nur einen kleinen Teil der wirklichen Zusammenarbeit dar.

Fachhochschulpartnerschaften

Die Kooperation mit afrikanischen Hochschulen gehört zum Alltag der Kölner Fachhochschulen. So pflegt die Fachhochschule des Mittelstands eine Partnerschaft zur University of Stellenbosch in Südafrika. Dort können auch Studenten der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation ein Fachsemester verbringen. Das sogenannte „6+1-Programm“ sieht in den Bachelor-Studiengängen Medienmanagement und Medien- und Kommunikationsdesign ein Auslandssemester an dieser oder anderen Partnerhochschulen vor. Die Kunsthochschule für Medien hat in den letzten Jahren eine Zusammenarbeit mit dem National Film and Television Institute (NAFTI) in Accra, Ghana aufgebaut. Diese besteht nicht nur im Austausch von Studenten: Die beiden Hochschulen haben auch einen Verein gegründet mit Namen "Media Initiative Ghana", welcher dazu beitragen soll, die Ausbildung in Ghana zu professionalisieren.

Die Fachhochschule Köln weist eine Reihe von Partnerschaften auf. Oft beteiligt ist das Institut für Technologie in den Tropen. Zu den Kooperationspartnern gehören die Ain Shams University und die South Valley University in Ägypten, Äthiopiens Hawassa University und die Universidade Eduardo Mondlane in Mosambiks Hauptstadt Maputo. Zur Université Cadi Ayyad in Marrakesch, Marokko unterhält überdies auch die Fakultät für Anlagen, Energie- und Maschinensysteme partnerschaftliche Beziehungen. Und die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften kooperiert mit Südafrikas Rhodes University, der University of Dar es Salaam in Tansania und der Université Catholique de l’Afrique Centrale in Kamerun.

Partnerschaften der Universität zu Köln

Die Universität zu Köln unterhält auf Fakultätsebene eine Reihe von Partnerschaften mit afrikanischen Universitäten. So gibt es an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät Kooperationen mit der Wits Business School und der University of Stellenbosch Business School in Südafrikas Metropolen Johannesburg und Kapstadt. Beide Universitäten bieten Masterstudiengänge in Betriebswirtschaftslehre. In Witwatersrand wird jedoch Berufserfahrung vorausgesetzt.

Die Medizinische Fakültät unterhält eine Partnerschaft zur Egyptian Association for International Medical Studies (EAIMS) in Kairo. Ebenfalls mit Kairo existiert eine Partnerschaft der Philosophischen Fakultät: Das Institut Francais d’Archéologie Orientale (IFAO) kooperiert mit dem Institut für Ägyptologie. Weitere Partnerschaften der Philosophischen Fakultät bestehen mit der University of Namibia in Windhoek, der Université de Bamako in Mali, der University of Buea in Kamerun, der Gulu University in Uganda und der Arba Minch University in Äthiopien.
Darüber hinaus gibt es verschiedenste Formen einer mehr oder weniger engen Zusammenarbeit auf Ebene der einzelnen Institute. Einen Überblick gibt es auf der Seite des Cologne African Studies Centre.

Philipp Sandner