Bildung & Forschung

So vielfältig wie der afrikanische Kontinent sind auch die Möglichkeiten, sich ihm thematisch zu nähern. Vielleicht die größte Herausforderung im Bereich der Bildungsarbeit ist es, dieser Vielfalt auch gerecht zu werden. Trommelkurse und Spendenaktionen sind nicht die ganze Wahrheit. Da ist es erfreulich, dass das Angebot in Köln weit gefächert ist. Von der Schule bis zum akademischen Grad können Kölner/innen ihren Blick für Afrika schärfen. Eine Handvoll der rund 2000 afrikanischen Sprachen lassen sich an Universität und Volkshochschule erlernen und verschiedene Veranstaltungsreihen bieten kulturelle und informative Abende. Aber auch die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit kann hilfreich sein – das neu eröffnete Rautenstrauch-Joest-Museum für Völkerkunde oder auch die Ausstellung „Köln Postkolonial“ des Vereins Kopfwelten geben hierzu Gelegenheit.

Die Forschung verbindet den Blick zurück mit dem Blick nach vorne. Ägyptologen und Archäologen schauen nur vordergründig in die Vergangenheit. Auch ganz konkrete Problemstellungen wie die Versorgung mit Trinkwasser oder die Ausbreitung von Malaria werden an Kölner Hochschulen ins Auge gefasst. Die erfolgreiche Forschung stützt sich hier meist auf fachübergreifende Zusammenarbeit und die Kooperation mit afrikanischen Universitäten. Sie lebt von solch einem Austausch. Natürlich sind in Köln auch immer wieder afrikanische Studenten zu Gast – manche gefördert von deutschen Stiftungen. Interessant ist da die Möglichkeit der direkten Begegnung, denn auch so funktioniert gegenseitiges Lernen. Das „Tandem“- Modell gegenseitiger Sprachhilfe erfreut sich großer Beliebtheit, nicht zuletzt weil es Menschen miteinander ins Gespräch bringt .

Die unten aufgeführten Rubriken sind als Anregungen zu verstehen: Wer weiteres erfahren möchte, folgt am besten den angegebenen Links.
 

Philipp Sandner